Donnerstag, 7. April 2011

In einem Augenblick

Da saß ich heute auf meinem Patchworkkurs und war guter Dinge ,
ein fröhlicher Kurstag.
Das Handy klingelt und der Schreck fährt mir in die Glieder.
Göga teilt mir mit das er Erik zu den Pfadfindern heute bringt,
aber er geht doch alleine.
Nein es hat vor 30 Minuten einen Amoklauf bei uns im Stadtteil gegeben.
50 Meter vom Pfadfindertreffen entfernt.
Alle Bitten Erik doch zu Hause zu lassen , trafen auf 2 Paar taube Ohren.
Es ist jetzt alles vorbei , der Täter hat sich erschossen.
Morgen könnt ihr es in der Zeitung sehen.

Wir wohnen eigentlich in einem sehr bürgerlichen Viertel,
seit 12 Jahren gibt es in unserem kleinen Viertel
höchstens mal ein Unfall oder Banküberfall.
Und jetzt das!
Die Vorstellung, Erik wäre da hinein geraten ,läßt mich nicht los.
Nur 30 Minuten früher und er hätte es mitbekommen.
Natürlich fielen die Pfadfinder aus, da beide Kursleiterinnen in der festgehaltenen U-Bahn steckten.
Zuhause haben mir dan Erik und Jonas erzählt ,
das alles mit unwahrscheinlich vielen Polizisten mit MP abgeriegelt war.
Das ist schon was gewesen,
die Tragik dahinter haben Beide nicht wirklich wahrgenommen..
Vielleicht auch ein gewisser Segen , ich bin mir da noch nicht klar.
Klar ist mir nur jetzt, es kann überall passieren,
auch dann wenn du garnicht damit rechnest.
Trotzdem muß man lernen seine Kinder gehen zu lassen und zu hoffen das nichts passiert.
Dieser Wahnsinn war noch nicht mal 300 Meter von uns entfernt.
Was bin ich froh das meine Schwägerin es mitbekommen hat und meine Männer gleich informiert hat.
Danke Claudia das Du mitgedacht hast !
Ich bin dir zutiefst Dankbar.

Kommentare:

  1. oh mein gott............ich fühle mit dir..ich darf mir das gar nicht näher vorstellen...bei uns an der schule gab es nur die anlkündigung, und das war schon fürchterlich. zum glück stellte es sich als schlechter scherz heraus........gut es es euch gut geht...liebe grüße nico

    AntwortenLöschen
  2. In mir kommen grade schreckliche Erinnerungen hoch, als das kleine Häuschen in dem ich wohnte plötzlich umstellt war und das MEK mit Maschinengewehr im Anschlag Richtung Haus zielte...der Grund war, das mein Nachbar unter mir, vor unserer Haustür Jemanden niedergestochen hatte. Wir sind Stunden später mitten in der Nacht evakuiert worden, weil seine Wohnung gestürmt wurde. Da stand ich mit drei Kindern, der große Sohn trug die kleine Schwester und den Kleinsten... Danach fiel der endgültige Entschluß aus Hamburg wegzuziehen! Zumal der Nachbar, nach der Aussage er habe in Notwehr gehandelt in der Wohnung weiter gewohnt hat!
    Ich kann sehr gut nach fühlen wie es grade in dir aussieht!
    Fühle dich lieb umarmt
    Rubinengel

    AntwortenLöschen
  3. Ohje, das war ein Schreck! Ich kann mir das sehr gut vorstellen!
    Gut daß alles so glimpflich ausgegangen und euch bzw. Erik nichts passiert ist!
    Puh *Schweißvonderstirnwisch*!
    Fühle dich umarmt und geknuddelt!
    Liebe Grüße von
    Petra ;o)
    PS: Frage: Wo hast du den Draht von den Fähnchen geholt?
    PPS: mein Sicherheitswort ist HANGST (da schwingt ANGST gleich mit!)

    AntwortenLöschen
  4. Oh du meine Guete, dass war aber wirklich ein Schreck. Ich bin froh, dass dein Sohn in Ordnung ist und ihm nichts passiert ist.

    AntwortenLöschen